Film: „Die Kinder der Utopie“

EUTB veranstaltet Kinoabend am Montag, 30. September, im Duderstädter Ursulinenkloster.

Mit dem Kinofilm „Die Kinder der Utopie" will die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) des Caritasverbandes Südniedersachsen e.V. Perspektiven auf inklusive Bildung zeigen. Zu sehen ist der Film kostenlos am Montag, 30. September, um 18.30 Uhr im Ursulinenkloster (Neutorstraße 9).

Eine Anmeldung ist nötig bei der EUTB unter Telefon: 0 55 27 / 98 13 83 oder per E-Mail: eutb@caritas-suedniedersachsen.de.

Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrende barrierefrei zugänglich, der Film ist untertitelt. Über die kostenlose App „Greta“ ist eine Audiodeskription verfügbar. Weitere Vorkehrungen sind gegebenenfalls nach Absprache möglich.

Johanna und Natalie | © S.U.M.O. Film
Johanna und Natalie | © S.U.M.O. Film

Im Anschluss an die Vorführung besteht Gelegenheit, über die Eindrücke zu sprechen. „Ich freue mich auf einen lebhaften Austausch", sagt Ann Katrin Schaefer-Pniwczak, EUTB-Beraterin der Caritas. Bundesweit wurde der Film schon in 160 Kinos bei einem Aktionsabend im Mai gezeigt. Allein dabei sahen ihn nahezu 20.000 Zuschauer*innen. „Ich finde den Film sehr gelungen und bin auf die Reaktionen in Duderstadt gespannt", betont Schaefer-Pniwczak.

Der Film eröffnet eine Perspektive auf inklusive Bildung, die in der aktuellen Debatte untergeht: Was gibt uns die Schule mit für unser Leben? Und was könnte ein inklusives Bildungssystem für unsere Gesellschaft bedeuten?

„Die Kinder der Utopie" zeigt sechs junge Erwachsene – drei mit und drei ohne Behinderung, die sich zwölf Jahre nach ihrer Grundschulzeit wieder treffen. Schon einmal hat der Regisseur Hubertus Siegert die Mädchen und Jungen porträtiert: sein Film „Klassenleben“ (2005) erzählte von einer Berliner Grundschulklasse, in der Kinder mit und ohne Behinderungen und mit sehr unterschiedlichen Begabungen gemeinsam lernten. Das war vor 14 Jahren noch außergewöhnlicher als heute. Nun begegnen sie sich wieder und blicken auf ihr eigenes Leben und auf das der anderen. Sie sind entschlossen, ihre Zukunft anzupacken, und sind dabei voller Träume und Zweifel – und voller Respekt füreinander. Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt, und wir erleben, wie die Generation Y heute die Inklusion lebt. Sie sind „Die Kinder der Utopie".

Hubertus Siegerts Film lädt ein, sich mit dem Thema Inklusion in der Schule aus einer neuen Perspektive zu befassen – nämlich der, was uns die Schule für unser Leben in dieser Gesellschaft mitgibt. Im Mittelpunkt stehen die Protagonist*innen mit ihren Lebensgeschichten. „Die Kinder der Utopie“ zeigt, wie vermeintlich Stärkere und Schwächere in unserer Gesellschaft miteinander kooperieren können – sofern man ihnen die Möglichkeit dazu gibt.

Die Kampagne wird getragen vom Kölner Verein mittendrin e.V. Der Elternverein setzt sich seit 2006 für inklusive Bildung ein, mit unabhängiger Beratung, Netzwerkarbeit, Konzepten für Inklusion und Kampagnen zur Bewusstseinsbildung. Weitere Partner im Projekt sind der Aktivist Raúl Krauthausen, die Journalistin Susanne Bauer, der Kampagnenstratege Ben Kempas von Film & Campaign und der Regisseur und Produzent Hubertus Siegert.

Hauptförderer der Kampagne sind Aktion Mensch und das Unternehmen SAP. Weitere Unterstützer des Aktionsabends sind die Bertelsmann Stiftung, DATEV und die Randstad Stiftung.

„Die Kinder der Utopie“

Regie, Drehbuch, Produktion: Hubertus Siegert
Kamera: Thomas Schneider, Marcus Winterbauer, Frank Marten Pfeiffer, Michel Links
Produktion: S.U.M.O. Film
Deutschland 2019, 82 Min.