Freiwilligendienst Daseinsvorsorge

Modellprojekt seit April 2017 in Duderstadt und Gieboldehausen

Der Freiwilligendienst im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes ist fester Bestandteil der Arbeit des Caritasverbandes. Um Freiwilligendienste für Jugendliche und junge Erwachsene stets attraktiv zu halten, und gleichzeitig den Wert des Freiwilligendienstes für die Gemeinschaft weiter zu steigern, beteiligt sich der Caritasverband Südniedersachsen e.V. seit April 2017 am Projekt „Soziale Innovationen für Deutschland“.

Die Caritas stellt sich damit den immer größer werdenden Herausforderungen des demografischen Wandels in der Region. Das Modellprojekt trägt den Titel „Dorf-FSJler, Dorf-BFDler und Flüchtlingstandems zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld“. Am Projekt beteiligen sich 16 Ortschaften aus Duderstadt und Gieboldehausen. Sie werden durch fünf Freiwilligen unterstützt, die in den Monaten August und September ihre Arbeit aufnehmen.

Das Projekt soll in den Orten die Schnittstelle zwischen Gemeinwesenarbeit und ambulanter Versorgung erproben und weiterentwickeln. Ziel ist es, die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den beteiligten Dörfern langfristig zu verbessern und ein Konzept zu schaffen, welches sich anschließend auf andere Ortsverbände und Dorfgemeinden übertragen lässt.

Innerhalb dieses Modellprojektes soll der Freiwilligendienst im ländlichen Raum für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiver gemacht werden, um ein lokales Miteinander zwischen den Generationen zu entwickeln und zu stärken. Ein Freiwilligendienst ist dabei eine gute Möglichkeit, sich für andere Menschen einzusetzen, neue Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern, aber auch die eigenen Stärken und Grenzen kennen zu lernen und die persönliche Eignung für einen sozialen Beruf zu überprüfen.

„Dorf-Team“ unterstützt Freiwillige

Die Freiwilligen werden dabei von einem „Dorf-Team“ unterstützt, welches aus Bürgermeistern und Gemeindevertretern, Seniorenobleuten, Nachbarschaftshilfen und Ehrenamtlichen besteht. Das Team sorgt gemeinsam für die Daseinsvorsorge der im Dorf ansässigen älteren Generationen. Die FSJler und BFDler sollen im Verlauf des Projektes lernen, selbstständig im Sozialraum zu handeln, Probleme zu erkennen und bei deren Lösung mitwirken. Zusätzlich sind sie Ansprechpartner für ältere Menschen im Gemeindeverband, um deren Teilhabe zu verbessern. Zu ihren Aufgaben zählt auch die Planung und Organisation von Unterstützungsstrukturen und Alltagsbegleitungen, gemeinsam mit bereits vorhandenen ehrenamtlichen und professionellen Hilfen.

Die Tätigkeit der Freiwilligen soll die Grundlage dafür schaffen, dass ältere und hilfsbedürftige Menschen mit Unterstützung so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld selbstständig wohnen und leben können. Begleitet werden die Freiwilligen dabei von der Projektkoordination des Caritasverbandes in Duderstadt. Die Umsetzung des gesamten Projektes erfolgt durch den Caritasverband Südniedersachsen, die Stadt Duderstadt, die Samtgemeinde Gieboldehausen und den Diözesancaritasverband Hildesheim.

Nach der Projektlaufzeit von 24 Monaten soll das Modellvorhaben sowohl wirtschaftlich, als auch nachhaltig gestaltet sein und für die Gemeinden einen so großen Nutzen bringen, dass zwei Stellen dauerhaft verstetigt werden können. Während der gesamten Laufzeit wird das Projekt durch finanzielle Mittel des Europäischen Sozialfonds im Projekt „Soziale Innovationen“, der Stadt Duderstadt und der Samtgemeinde Gieboldehausen unterstützt. Zusätzliche Zuwendungen erfolgen durch die Klosterkammer Hannover, die Bischöfliche Stiftung „Gemeinsam für das Leben“, die Pfarrgemeinde St. Cyriakus, die Sparkasse Duderstadt, den Caritasverband und den Verein für Gesundheitsförderung e.V.

Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehören:

  • die enge Zusammenarbeit im „Dorf-Team“ mit Ortsbürgermeistern, Seniorenobleuten, Pfarrgemeinderäten und Nachbarschaftshilfen,
  • Knüpfen vielfältiger Kontakte und Aufbau einen Unterstützernetzwerks,
  • Bedarfsermittlung, Problemerkennung und Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten,

ebenso wie die Organisation von:

  • Alltagsbegleitung (beispielsweise bei Einkäufen, Behördengängen oder Arztbesuchen),
  • Unterstützungsstrukturen (beispielsweise durch die Beratung über Betreuungsangebote),
  • Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten,
  • verschiedenen Dorfaktivitäten.

 

Kontakt

Sandra HolzapfelSandra Holzapfel
Projektkoordination Dorf-FSJ und Dorf-BFD
Scharrenstraße 9
37115 Duderstadt

Tel.: 0 55 27 / 9 96 86-13
E-Mail: holzapfel@caritas-suedniedersachsen.de